Anbieter und potentielle Abnehmer von Wasserstoff sollen leichter zueinander finden – das jedenfalls ist das Ziel des Wasserstoff-Marktplatzes in Hamburg.
Die Energiewende kann ohne Wasserstoff kaum gelingen – er speichert erneuerbar produzierte Energie (vor allem Windkraft und Photovoltaik) und kann dann in weiterer Folge in der Mobilität, Industrie, aber auch in der Rückverstromung genutzt werden. Seit kurzem gibt es nun in Hamburg eine Drehscheibe für Erzeugung, Transport, Speicherung und Anwendung von Wasserstoff: den Wasserstoff-Marktplatz, der in der Vorwoche für Hamburg und den Einzugsbereich der Hansestadt präsentiert worden ist.
Initiiert und betrieben wird diese Drehscheibe von der „Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH (EEHH)“, die das Projekt mit dem IT-Unternehmen Localiser RLI in die Praxis umgesetzt hat. Der Zugang ist sowohl für Anbieter als auch Abnehmer von Wasserstoff kostenlos.
Vernetzung, lokal und international
Die Initiative tritt an, um die Vernetzung innerhalb der Großregion Hamburg zu verbessern und ist selbst auch regional und auch international vernetzt.
Das Cluster ist ein Branchennetzwerk von mehr als 300 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen der Erneuerbare-Energien-Branche sowie der Wasserstoffwirtschaft in und um Hamburg. Dazu gehören unter anderem Anlagenhersteller, Projektentwickler, Energieversorger, Netzbetreiber, Forschungseinrichtungen, Logistiker, Finanzdienstleister sowie Rechtsanwaltskanzleien.
Das Cluster bietet Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine gemeinsame Plattform. Zu seinen Mitgliedern zählen. Inhaltliche Themenbereiche der Clusterarbeit sind On- und Offshore-Wind, Solar, erneuerbare Wärme, Sektorenkopplung, Batteriespeicher und grüner Wasserstoff. EEHH unterstützt die Projekte und vertritt die Belange seiner Mitglieder sowohl national als auch international. Der Software-Hersteller RLI hat die Software bereits in 13 Ländern installiert, zuletzt in der Schweiz.
„Wir organisieren Wasserstoff“
„Wasserstoff ist der Schlüssel zur klimaneutralen Industrie – aber nur, wenn aus einzelnen Projekten ein starkes Netzwerk wird“, sagte Melanie Leonhard (SPD), Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation beim Start des Wasserstoff-Marktplatzes: „Mit dem digitalen Marktplatz schließen wir die Lücken in der Wertschöpfungskette und bringen Angebot und Nachfrage endlich auf einer gemeinsamen Plattform zusammen. Wir reden nicht nur über Wasserstoff, wir organisieren ihn.“
Mehr:
web-link Wasserstoff-Marktplatz in Hamburg












































































