Obwohl in Liechtensteins Nähe – in Italien und der Schweiz Dutzende Wolfsrudel durch Wälder streichen, werden im Fürstentum kaum welche gesichtet. Auch Österreich legt einen Statusbericht über Wölfe vor.
„Zehn Mal zwei Wölfe gleichzeitig“ seien „gleichzeitig in Fotos und Videos“ bestätigt worden, berichtet der Pressedienst des Liechtensteinischen Umweltamtes. Damit stelle das Ressort eine „Häufung von Wolfsnachweisen“ fest. Durch Kotproben vom 21. Februar und vom 8. März wurde durch DNA-Analysen „das Individuum M686 identifiziert.
Die Ahnenforschung ergab, dass dieser Wolf aus Italien stammt – wie die meisten Tiere, die in den Alpenländern auftauchen. Auch F369 und M411 stammen aus Italien und wurden im Fürstentum gesichtet. Von M411 weiß man ein bisschen mehr – das Tier ist vor einem Jahr im Schweizer Kanton St. Gallen gesichtet worden. Dort hatte er 2024 mit der Wölfin F180 ein Rudel mit Nachwuchs gebildet.
„Die Zahl der Wölfe, die sich derzeit in Liechtenstein aufhalten, lässt sich auf Grundlage der vorliegenden Daten nicht mit Sicherheit bestimmen,“ so das Liechtensteiner Amt. Es bittet außerdem um Fotos, Videos und Berichte über Sichtungen von Wölfen. Auf der Homepage setzt sich die sachliche Darstellung des Themas der zuwandernden Beutegreifers. Unter anderem wird ein fast 20-minütiges Video darüber angeboten, wie ein erfolgreicher Herdenschutz für Ziegen und Schafe aussehen kann; und wie ein erfolgloser.
In diesen Artikel seien eine Version dieses Videos in Schwyzertüütsch angeboten…
…und eine Version in Hochdeutsch.
In Österreich dagegen ist vor kurzem der „Statusbericht Wolf“ des Österreichzentrums Bär, Wolf, Luchs veröffentlicht worden. Demnach sind 121 Wölfe genetisch bestätigt, die Zahl der Rudel ist jedoch von neun auch acht zurückgegangen. Festgestellt wurde lediglich sieben Welpen. Die Zahl der Abschüsse schätzt der Bericht auf „mindestens 26“, 2024 waren es 14. Abschüsse genehmigt wurden durch Bezirkshauptmannschaften 22 Tiere, die meisten wurden in Kärnten erschossen.
Der Bericht zeigt eine wachsende Zahl an Eingriffen in die Wolfspopulation, eine schwächere Familienstruktur und relativ wenige Jungtiere. Damit sind wir noch weit von einem günstigen Erhaltungszustand der Art entfernt“, sagt Christian Pichler, Wolf-Experte des World Wide Fund for Nature (WWF).
Für das Jkahr 2025 wird die Anzahl der vom Wolf gerissenen, verletzten und im Rahmen von „Rissereignissen“ abgängigen Nutztieren mit 1.181 angegeben. Das sind mehr als 2024 (726), etwa auf dem Stand von 2023 (1.128), aber deutlich weniger als 2022 (1.780). „Internationale Studien legen nahe, dass Abschüsse keine verlässliche Reduktion von Rissen bewirken, sondern Konflikte vor allem durch Herdenschutz nachhaltig verringert werden können. Das zeigt sich auch in Österreich“, sagt Christian Pichler. Daher fordert der WWF den Ausbau von fachgerechten Herdenschutzmaßnahmen. „Das würde auch Krankheiten und Abstürze reduzieren, an denen jedes Jahr tausende Weidetiere verenden“, sagt Pichler.
Mehr:
- web-link Statusbericht Wolf






























































