Seit dem Start des Atmosphären-Monitorings von Copernicus 2022 waren die Emissionen aus der Verbrennungen von Waldbränden noch nie so gering.
Solche Nachrichten sind selten und können auch nicht als Trendumkehr betrachtet werden. Aber die Daten für das erste Halbjahr 2026 zeigen ein klares Bild. Noch niemals hat es in den vergangenen 24 Jahren eine Periode von sechs Monaten gegeben, in denen die Schadstoff-Belastung durch das Verbrennen von Biomasse so niedrig war wie im ersten Halbjahr 2026
Entscheidend: Wälder und Savannen
Das „Atmosphere Monitoring Service“ von Copernicus überwacht und analysiert seit fast einem Viertel-Jahrhundert den Schadstoff-Ausstoß, der durch die Brände von Wäldern und Savannen verursacht wird.

Zurückzuführen ist dies darauf, dass Zahl und Ausdehnung von Bränden in den tropischen Zonen Afrikas entscheidend für diesen Rückgang gewesen sind. Die Emissionen von Kohlenstoff beliefen sich im ersten Halbjahr auf knapp 400 Millionen Tonnen. Den größten Anteil hatte immer noch Afrika, aber eben deutlich weniger als in den Jahren zuvor, sowie Asien. Auf beiden Kontinenten zusammen sind zwei Drittel der globalen Emissions-Menge verursacht worden.
Aber: Brände in Nordamerika und Eurasien
Mark Parrington, leitender Wissenschaftler beim Copernicus Atmosphere Monitoring Service: „Die rekordniedrigen Gesamtemissionen aus der Verbrennung von Biomasse im ersten Halbjahr 2026 setzen den allgemeinen Abwärtstrend fort, der mit den Veränderungen der Savannenbrände im tropischen Afrika und Asien zusammenhängt.“
Organische Substanz (Waldbrandrauch in Rosa-Magenta) und Staub (in Gelb-Orange) in der Aerosol-optischen Dicke zwischen dem 1. und 30. Juni 2026. Quelle: Copernicus Atmosphere Monitoring Service / ECMWF
Der beobachtete Ausbruch zahlreicher großflächiger Waldbrände in Eurasien und Nordamerika in den letzten beiden Juniwochen könnte die globalen Gesamtemissionen jedoch im weiteren Verlauf des Sommers erhöhen.
Parrington: „Mit Blick auf die Zukunft bergen die prognostizierten El-Niño-Bedingungen das Potenzial, die globalen Brandemissionen zu steigern, wie wir es bereits in den El-Niño-Jahren 2015 und 2019 beobachtet haben, als anhaltende Biomassebrände in Indonesien zu großflächigem regionalem Dunst und einer stark beeinträchtigten Luftqualität führten.“
Folgen für Gesundheit und Umwelt
Und: „Obwohl das erste Halbjahr eine positive Momentaufnahme darstellt, bleibt die kontinuierliche Überwachung unerlässlich, da Waldbrandrauch weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Luftqualität haben kann und sich die Bedingungen schnell ändern können.“
Abschließend heißt es in der Meldung von CAMS, dass die Entwicklung insoweit besorgniserregend sei, weil „immer mehr Forschungsergebnisse ihre weitreichenden Folgen belegend dass Waldbrandemissionen auf Gesundheit und Umwelt weltweit Auswirkungen haben.“
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