EU-Treibhausgase steigen um 0,9 Prozent

(c) Pixabay

Im vierten Quartal des Vorjahres sind die Emissionen in den EU27-Ländern um 0,9 Prozent gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt ist lediglich um 0,2% gewachsen.

Absolut bedeutet dies, dass die klimaschädlichen Emissionen in diesem Quartal von 832 Millionen Tonnen auf 839 gestiegen sind. Diese Entwicklung verteilt sich nicht gleichermaßen auf die einzelnen Sektoren, sondern fallen sehr unterschiedlich aus: Ein Plus von

  • 7,2% verzeichneten Elektrizität, Gas, Fernwärme und Air Condition;
  • 1,3% Transport
  • 0,9% Bergbau

Haushalte haben dagegen ein Minus von 2,0% zu verzeichnen und Industrie eine schwache Abnahme von 0,1%.

19 Mitgliedsländer haben im vierten Quartal eine Zunahme zu verzeichnen, in sieben Staaten wurde eine Abnahme erreicht; in Deutschland blieben die Emissionen des vierten Quartals (gegenüber dem vorigen Quartal) beinahe unverändert.

Slowenien

22,657

Estland

11,107

Lettland

5,889

Kroatien

3,756

Ungarn

3,696

Luxembourg

3,428

Niederlande

2,427

Schweden

2,324

Polen

2,277

Griechenland

1,841

Zypern

1,675

Österreich

1,514

Portugal

1,118

Belgien

1,086

Frankreich

0,612

Rumänien

0,595

Irland

0,57

Italien

0,448

Dänemark

0,182

Deutschland

0,028

   

Spanien

-0,114

Bulgarien

-0,282

Litauen

-0,461

Slowakei

-0,482

Tschechische Republik

-0,559

Malta

-1,956

Finnland

-3,162

Noch vor wenigen Wochen hat die EU den offiziellen Bericht über die Treibhausgas-Inventur in den 27 Mitgliedsländern an das Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC). Dabei sind die Daten bis Ende 2024 berücksichtigt.

Seit 1990 40 Prozent weniger Emissionen

Im Bericht heißt es: „Die gesamten Treibhausgasemissionen (einschließlich der Veränderungen in der Landnutzung (LULUCF) und der indirekten CO₂-Emissionen) sind seit 1990 um 1.822 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent gesunken und und erreichen im Jahr 2024 2.786 Mio. t CO₂-Äquivalent. Diese Emissionen schließen den internationalen Luftverkehr und die internationale Schifffahrt aus.“

Das Brutto-Inlandspordukt (BIP) ist in diesen 34 Jahren um mehr als 70% gestiegen, während die Treibhausgas-Emissionen (THG) um 40 % gesunken sind.

Als Ursache für diese Entwicklung werden vor allem die boomenden Erneuerbaren Energien, der Rückgang fossiler Brennstoffe und „strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft“ genannt. Ausreißer dabei sind Verkehr, Kälte- und Klimatechnik.

Verkehr und Klimaanlagen steigen ungebrochen

Die Emissionen des Straßenverkehrs stiegen sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr, trotz des Einsatzes kohlenstoffärmerer und effizienterer Fahrzeuge auf dem Markt, einschließlich Elektrofahrzeugen. Die Emissionen von Fluorkohlenwasserstoffen (FKW) aus Kälte- und Klimaanlagen stiegen zwischen 1990 und 2014 stark an, sind aber seitdem im zehnten Jahr in Folge gesunken. Dies ist auf die schrittweise Reduzierung von F-Gasen gemäß EU-Gesetzgebung und den jüngsten Ausstieg zurückzuführen.


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