Arten können sich einer ändernden Umwelt anpassen – allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Das belegt eine Forscherin der Universität Wien.
Ökologie und Evolution: Bisher sind diese beiden Bereiche in der Biodiversitäts-Forschung getrennt von einander betrachtet und untersucht worden. Dies hat die Forschungs-Ergebnisse beinträchtigt.
Erkenntnisse zusammengeführt
Die Biomathematikerin Jitka Polechová – sie forscht an der Universität Wien – hat einen anderen Weg beschritten. Sie hat Erkenntnisse zu beidem zusammengeführt. Es sind drei messbare Faktoren, die den Ausschlag geben, ob sich Arten an die Umwelt anpassen oder nicht:
- die Geschwindigkeit der Umweltänderung,
- das Ausmaß räumlicher Variation in der Umwelt und
- die Stärke des sogenannten genetischen Drifts – der zufälligen Schwankungen in der Häufigkeit genetischer Varianten in kleinen Populationen.
Wenn Veränderungen einsetzen, dann passt das genetische Setting einer Art immer weniger zu den äußeren Umständen. Wenn nun von einer Art nur noch wenige Individuen existieren, dann wird diese Art anfälliger für einen „Drift“ – Varianten, die für die Anpassung wichtig sind, gehen dann verloren.
Abwärtsspirale setzt sich in Gang
Dadurch geht die genetische Vielfalt unter Druck. Folge davon ist, dass die Anpassungen schwieriger wird; eine Abwärtsspirale setzt ein, das Verbreitungsgebiet schränkt sich ein, eine Population kann auch in mehrere Teil-Populationen zerfallen. Je kleiner die Populationen und je weniger vielfältig die Gene sind, desto anfälliger wird eine Art.
Mehr:
- web-link Polechová J. (2026) Evolution of Species‘ Range and Niche in Changing Environments. In PNAS.
























































