Tagaus, tagein: Erneuerbare werden immer günstiger

(c) Pixabay

Erneuerbare Energien werden immer günstiger, vor allem dann, wenn sie im Dreier-Pack auf die Bühne treten. Das zeigt eine Studie der International Renewable Energy Agency (Irena).

Die Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit im Energiesektor müssen ständig neu geschrieben und bewertet werden. Die Dynamik kommt von den Erneuerbaren Energien. Vor diesem Hintergrund hat nun die Agentur für Erneuerbare einen Bericht veröffentlicht, der einerseits die Entwicklungen der vergangenen Jahre bewertet und andererseits eine Modellierung für die kommenden fünf bis zehn Jahre anstellt.

„Dreierpack macht den Unterschied“

Das Ergebnis ist eindeutig: „Erneuerbare Energien sind bereits jetzt in vielen Regionen die wirtschaftlichste Option. Und diese Entwicklung wird weitergehen“ – es werde also auch weiterhin sinkende Preise geben.

Dass Solar, Photovoltaik und Windkraft immer preisgünstiger werden, bestreitet fast niemand mehr – wohl aber werden Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit in Zweifel gezogen: Nicht immer ist die Sonnenenergie in ausreichendem Maße vorhanden und es gibt immer wieder Zeiten, in denen der Windkraft der Saft ausgeht.

Drastische Reduktionen

Die Lösung für die Zukunft ist das Erneuerbare Dreier-Pack. Darin liegt laut „Irena“ die Lösung für dezentrale und günstige Versorgung mit Strom: Dort, wo Photovoltaik-Anlagen installiert werden, sollen auch Windkraft-Anlagen und Stromspeicher errichtet werden.

Der Blick in die Vergangenheit belegt einen klaren Trend: Zwischen 2010 und 2024 sind die Kosten für Photovoltaik um 87 Prozent gesunken; für Windkraftanlagen um 55 Prozent, für Stromspeicher um 93 Prozent. „Das lang währende Argument, Erneuerbare mangle es an Verlässlichkeit, stimmt nicht mehr“, sagt Francesco La Camera, General-Direktor der Irena. Es sei ein Thema der Vergangenheit.

In der vor kurzem veröffentlichten Studie heißt es weiter, dass die Preise auch im Vorjahr weiter gesunken sind – um fast ein Drittel, womit der niedrigste Wert überhaupt erreicht worden ist. Durch die technische Weiterentwicklung und Optimierung der Abläufe rechnet Irena mit weiteren signifikanten Sinken der Gestehungskosten der Erneuerbaren – um ein Drittel bis 2030, was angesichts der Spirale nach unten eher eine zurückhaltende Einschätzung zu sein scheint.

China gibt den Takt vor

China gibt dabei derzeit den Takt vor. Die Analyse von 252 Projekten zeigt, dass die günstigsten bereits um weniger als 30 US-Dollar Gestehungskosten eine Energie-Zuverlässigkeit von 90 Prozent liefert – und die Verlässlichkeit im Ausmaß von 99 Prozent schlägt mit 46 $ zu Buche.

Ins Treffen geführt wird schließlich die geringe Bauzeit fon etwa „ein bis zwei Jahren“ und sinkende Netzwerkkosten, zumal die Stromspeicherung ein Stück weit dezentralisiert wird.


Mehr:

Newsletter

Wir versenden keinen Spam. Der Newsletter wird verschickt, wenn auf news330 neue Beiträge erschienen sind. Der Bezug des Newsletters ist gratis und kann jederzeit gestoppt werden.

rss feed

https://news330.earth/feed - diesen link kopieren, im feed-reader aufrufen und abonnieren - so versäumst Du keinen Artikel!

Archiv