480 Milliarden weniger für fossile Energien

(c) Pixabay

Der Höhenflug der Erneuerbaren Energien geht weiter: Das zeigt der Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft sind die günstigsten Energieformen.

Schätzungsweise mehr als 90 Prozent der frisch ans Netz gegangenen Stromerzeugungs-Kapazitäten von erneuerbaren Energien waren im Jahr 2025 günstiger als neue fossile Anlagen. Erneuerbare Energien sind in den meisten Ländern die günstige Form der Energiegewinnung. 2025 blieb Photovoltaik in etwa auf dem Niveau von 2024 (mit 44 US-Dollar pro MegaWattstunde); Windenergie dagegen setzte den Trend der Jahre zuvor fort und verbesserte sich.

Energie-Preise sinken

Der Preis für eine MWh aus Onshore-Anlagen verringerte sich um vier Prozent auf 33 US-Dollars, während Offshore-Anlagen um drei Prozent verringerten – auf 78 $. Fossile Energien sind deutlich kostspieliger – gekennzeichnet war deren wirtschaftliche Situation durch einen Turbinenmangel in den USA, wo sich die Kosten für ein Gaskraftwerk verdoppelte.

Und in weiten Teilen Europas, aber auch in Japan, bestimmten gestiegene Gaspreise das Markt-Geschehen. In einer Aussendung vermutet IRENA, dass aufgrund der Krisen im Nahen und Mittleren Osten die Rohstoffpreise für Öl und Gas weiter hoch bleiben. Die Entwicklung hat dazu geführt, dass im Vorjahr 480 Milliarden nicht in fossile Projekte investiert wurden, sondern für Erneuerbare Energien ausgegeben worden sind.

Erhebliche Vorteile

Francesco La Camera, Generaldirektor der IRENA: „Der Rückgang der Kosten für erneuerbare Energien bringt einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil. Für Länder, die noch stark von fossilen Brennstoffen abhängig sind, stärkt jedes zusätzliche Megawatt erneuerbarer Energien den wirtschaftlichen Schutz vor Preisschwankungen bei Brennstoffen und schützt Verbraucher, Unternehmen und öffentliche Finanzen vor höheren Kosten.“

Und: „Die durch bestehende Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien erzielten Einsparungen wachsen und bieten eine eingebaute Absicherung gegen zukünftige Schocks. Diese Energiekrise hat einmal mehr gezeigt: Der Ausbau der Kapazitäten für erneuerbare Energien ist eine strategische Investition in Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.“

Eine zentrale Rolle spielt China

Im IRENA-Bericht wurden auch 20 große Volkswirtschaften unter die Lupe genommen, die insgesamt vier Fünftel der Erzeugung von Erneuerbaren Energien ausmachen. Hier wurden 377 Milliarden Dollar an Investitionen für Erneuerbare eingespart.

Eine zentrale Rolle spielt dabei China, wo 177 Milliarden nicht auf die fossile Seite der Energielandschaft flossen. Rang zwei in diesem Ranking nehmen die USA ein (35 Mrd.), Brasilien (32 Mrd.), Indien und Deutschland (jeweils 18 Mrd.) und Japan (15 Mrd.).

Seit 2010 sind die Kosten für

  • Photovoltaik um 89 % gesunken, für
  • Onshore-Windkraft um 71% und für
  • Offshore-Windkraft um 63%

gesunken. Diese Entwicklung, so die IRENA, werde in den kommenden Jahren nicht im bisherigen Tempo weitergehen; der Trend, dass die Preise für Erneuerbare auch weiterhin günstiger werden, bleibe aber aufrecht.


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