„Make Carbondioxide Great Again“

Umwelt und Mitwelt werden gerade von Gesetzen geschüttelt. Das lässt einige Schlüsse zu.

Es sind unterschiedliche Schauplätze, aber doch gemeinsame Herangehensweisen: Sowohl in der EU als auch in den USA scheinen die Uhren rückwärts zu gehen. Die Europäische Union hat die Neuen Gentechnik-Regeln verabschiedet. Und in den USA haben fünf Bundesstaaten Gesetze eingebracht, die de facto Klimaklagen in den Staaten unmöglich machen.

In Europa war der Meinungs-Umschwung seit längerem zu beobachten, er hat sich auch in den vorigen Wahlen für das EU-Parlament niedergeschlagen. Die Entwicklungen in den USA sind ebenfalls nicht überraschend.

Keine Chance, Kohlendioxid weißzuwaschen

Gerade die USA betreffend sollten wir keine voreiligen Schlüsse ziehen: Das Bild, dass allein die Figur des Donald Trump quasi im Alleingang den Meinungsumschwung hervorgerufen hat, ist jedenfalls verstärkt. Denn was sich in den Bundesstaaten abspielt, ist nicht nur die Umsetzung eines Programms, das aus Washington D.C. dekrediert wird. Es ist auch der Ausdruck eines Zugangs zu umweltrelevanten Themen, der weit verbreitet ist. Durchgefallen ist in den USA nur die eine Initiative, die Kohlendioxid quasi weißwaschen und eine andere Rolle geben wollte. Dieses „Make Carbondioxide Great Again“ war denn doch zu dick aufgetragen.

Obwohl man annehmen könnte, dass zur Situation der Umwelt und Mitwelt schon alles gesagt ist und alle wesentlichen Fakten auf den Tisch gelegt sind, wird man durch derartige Entwicklungen wie in amerikanischen Staaten oder in Straßburg und Brüssel eines Besseren belehrt. Es ist noch nicht alles gesagt.

Nicht nur Schön-Wetter-Meldungen

Unrichtig wäre es in diesem Fall auch, den Schluss zu ziehen, die Menschen seien müde und sie wollten nichts mehr hören über Umweltprobleme und etwaigen Schlussfolgerungen, die daraus zu ziehen sind. Jede Umfrage zeigt, dass das Interesse der Menschen sich seit Jahren auf einem hohen Niveau befindet. Wenn gerne ein anderes Bild gezeichnet wird, dann liegt das daran, dass Umwelt und Mitwelt nicht gerade an erster Stille liegen. Ins Bodenlose gefallen ist dieses Interesse nie.

Umfragen zeigen auch, dass nicht nur Schön-Wetter-Meldungen durchdringen. Es braucht eine seriöse Information, in der nichts ausgespart wird. Auch nicht die Antwort auf die Frage, wem der Zustand der Welt, wie sie ist, nützt, und wem nicht. Good News gehören da ebenso dazu wie bad news.


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